Wasser-in-Diesel Emulsion

Die Idee beruht darauf, Wasser herkömmlichem Diesel beizumischen, um dadurch die Emissionen lokaler Schadstoffe wie Ruß und Stickoxide (NOx) zu reduzieren.

Hierbei kann das Wasser einerseits direkt in den Motor injiziert werden, was jedoch Veränderungen am Motor nötig machen würde. Andererseits kann das Wasser auch vor Einfüllen in den Tank mit Diesel vermischt werden. Hierfür sind keine Veränderungen am Motor nötig.

Da Diesel und Wasser sich nicht gut vermischen, muss die Emulsion durch Hinzugabe winziger destillierter und deionisierter Wassertröpfchen und 1-2% eines Tensides als Stabilisator hergestellt werden.

Als ökologischer Effekt könnten die Rußpartikelemissionen um bis zu 85% und die NOx-Emissionen um bis zu 50% gesenkt werden. Rechnerisch würden auch die CO2-Emissionen um den Teil gesenkt werden, welcher dem ersetzten Diesel entspricht. Je höher dieser Anteil umso höher auch die ökologischen Effekte.

Eine solche Emulsion könnte technisch in jedem Dieselmotor verwendet werden.

Praktische Anwendbarkeit

Praktisch stehen dem aber noch einige Hindernisse im Weg. Die europäische Kraftstoffnorm schreibt vor, dass Diesel maximal 0,075% Wasser enthalten darf. Des Weiteren müssten die Fahrzeughersteller eine Freigabe für die Wasser-in-Diesel Emulsion erteilen.

In einigen Busflotten in Frankreich und Italien wird die Emulsion zu Testzwecken verwendet. Das Produkt "Aquadiesel" von Shell wird in australischen Busflotten verwendet.

An der Universität Köln wird ebenfalls im Bereich der Wasser-in-Diesel Emulsionen geforscht. Als Zwischenergebnis wurde dort herausgefunden, dass eine Beimischung von 30% Emulsion ideal sei und keine Verringerung der Motorleistung hervorrufen würde. Dabei wurden Diesel, Wasser und ein Stabilisator in jeweils verschiedenen Tanks befördert und vor Eintritt in den Tank vermischt. Die Emulsion ist jedoch nur unter 95 Grad Celsius stabil. Die Mehrkosten werden bei 0,10 Euro pro Liter vermutet. Die Universität führt derzeit Praxistests in einem Fahrzeug der AWB und in einem BMW 530d durch.

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