Historie der Kölner Stadtbahn

Kölns erste Pferdeschienenbahn nahm am 20.05.1877 ihren Betrieb auf. Sie verband die Strecke zwischen Deutz und Kalk. In kurzem Abstand folgten weitere Strecken vom Rand der Innenstadt in die schnell wachsenden und boomenden Vororte. Damit konnten Arbeitskräfte aus dem Umland in die Innenstadt gelangen. Die folgende Abbildung zeigt das Straßenbahnnetz Kölns im Jahre 1882.

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Ende 1896 existierte ein Liniennetz von insgesamt 61,4 km. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts ging das bisher privat betriebene Streckennetz in den Besitz der Stadt Köln über. Im Oktober 1901 begann mit der damaligen Ringbahn und der Uferbahn die Elektrifizierung der Strecken, welche im Mai 1907 vollständig abgeschlossen war. Die folgende Abbildung zeigt den Stand 1905.

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Ab 1904 wurde der Bau der elektrischen Vorortbahnen vorangetrieben. Diese benutzten im Zentrum dieselben Straßenbahngleise und fuhren dann auf kleinbahnartigen Außenstrecken ins Umland. Diese waren: 

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Im Jahre 1933 gab es 27 Linien. Nach der fast vollständigen Zerstörung des Kölner Zentrums im Zweiten Weltkrieg wurden im Stadtkern nur noch die Ringbahn (Ebertplatz-Ubierring), die Ost-West-Strecke (Heumarkt-Neumarkt-Rudolfplatz bzw. Zülpicher Platz) sowie die Strecke von der Christophstr. bis zum Hauptbahnhof aufgebaut. Letztere ist in der unten dargestellten Abbildung noch nicht eingezeichnet. Die gestrichelten Linien stellen die Buslinien dar.

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Durch die wachsende Belastung mit Autos begannen in Köln bereits in den Fünfziger Jahren Überlegungen die Straßenbahn in der Innenstadt in Tunnellage zu verlegen, was noch durch die Tatsache verstärkt wurde, dass nach dem Krieg die Nord-Süd-Straßenbahn nicht wieder in Betrieb genommen wurde.

Nach langjährigen Diskussionen wurde 1962 entschieden, kein echtes U-Bahn-Netz zu errichten. Anstelle dessen sollten die vorhandenen oberirdischen Straßenbahnstrecken an ein Tunnelsystem angeschlossen werden. Als eine erste Stufe zur Unterpflasterbahn wurde eine Art Nord-Süd-Verbindung realisiert: vom Ebertplatz über den Hauptbahnhof bis zum Barbarossaplatz- mit einigen unterirdischen Abschnitten. Die ersten Tunnelanlagen gingen Ende der 1960er Jahre in Betrieb. 

 Erstmals seit dem Krieg war die Innenstadt wieder von allen Seiten erreichbar. Dadurch wurden sowohl die Ringstrecke als auch die Ost-West-Strecke um ca. 50% entlastet. Dies wird in der folgenden Abbildung deutlich, die das Straßenbahnnetz von 1964 dem von 1975 gegenübergestellt.

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In den Jahren 1970 bis 1979 wurden der Tunnelausbau und die Erweiterung des Straßenbahnnetzes relativ zügig realisiert. Teilweise wurden hierbei auch ehemalige Straßenbahnschienen in Tieflage gebracht.

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