Elektrofahrrad

Oftmals ist ein Hinderungsgrund für das Benutzen des Fahrrads, dass man nicht verschwitzt bei seiner Arbeitsstelle ankommen möchte oder relativ schwere Dinge transportiert. Bei beiden Problemen können Elektrofahrräder Abhilfe bieten.

Wie funktionieren Elektrofahrräder?

Elektrofahrräder werden nach dem Zusammenhang zwischen Pedalantrieb und Elektroantrieb unterschieden.

  1. Elektrofahrräder mit zusätzlichem Elektroantrieb: Der Elektromotor gibt seine Leistung zusätzlich zum Pedalantrieb ab. Derartige Fahrräder werden auch als Pedelec (Pedal Electric Cycle) bezeichnet. Bis zu einer Nennleistung des Motors von 250 Watt gelten solche Pedelecs als Fahrräder im Sinne der Straßen-Verkehrsordnung, das heißt es besteht keine Führerschein- und Versicherungspflicht. 
  2. Erfolgt der Elektroantrieb unabhängig vom Pedalantrieb, werden Elektrofahrräder als Krafträder eingestuft. Dies bedeutet, dass ein Mofa-Führerschein von Nöten ist und in der Regel Versicherungs- und Helmpflicht besteht.

Beim Pedelec kann eingestellt werden, inwieweit sich der Elektromotor zuschaltet. Dieser sog. Unterstützungsgrad kann zwischen 5 und 400% liegen. Abhängig von dieser Einstellung, dem Gesamtgewicht und der Steigung der Fahrstrecke, reicht die Batterie bis zu 70 km. Wird nicht in die Pedale getreten, erfolgt auch keine Leistungsabgabe des Motors. Eine Speicherung und Verwendung der beim Bremsen entstehenden Energie erfolgt nur bei wenigen Modellen. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h schaltet sich der Elektromotor ab.

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Was kosten Elektrofahrräder?

Der Neupreis für Pedelec liegt für gewöhnlich zwischen 1.500-4.000 Euro. Die Betriebskosten liegen bei weit unter einen Cent pro Kilometer. Die Lebensdauer derzeitiger Batterien beläuft sich auf ungefähr 500 Aufladungen, so dass diese je nach Nutzung nach mehreren Monaten bis einigen Jahren ausgetauscht werden muss.

Elektrofahrräder in der Praxis

Im Stadtgebiet von Stuttgart bestehen Höhenunterschiede bis zu 300 m. Von daher hatte der Fahrradverkehr 2006 nur einen Anteil von 7% an den gesamten zurückgelegten Wegen. Mit Hilfe von Pedelecs soll nun der Fahrradanteil auf 20% erhöht werden. In einer ersten Phase stehen an 300 festen Stationen 1.200 Pedelec zur Verfügung. Diese können für Einzelfahrten verwendet werden oder werden auch gegen eine Monatsgebühr von 10-30 Euro vermietet. Alternativ hierzu könnten die Pedelecs auch in Zusammenarbeit mit 200-300 Firmen als Dienstfahrzeuge eingesetzt werden. In einer zweiten Phase sollen bis 2012 300.000 Pedelecs für die ca. 4 Millionen Einwohner des Großraums Stuttgart über ein Leasingsystem zur Verfügung stehen. Hierbei soll auch das Call-a-Bike System der Deutschen Bahn teilweise mit integriert werden.

Die Deutsche Post AG verwendet ebenfalls Pedelecs. Einige davon sind zu Testzwecken mit einer Brennstoffzelle ausgestattet und werden mit Wasserstoff betrieben.

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