Coal-to-Liquid

Unter CtL werden alle Technologien zusammengefasst, mit denen Kohle in flüssige Kraftstoffe umgewandelt wird.

Bei der Methode der direkten Kohleverflüssigung kann die Kohle bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck in einem Lösungsmittel mit Hilfe von Wasserstoff verflüssigt werden. Bei der indirekten Kohleverflüssigung wird die Kohle zuerst in ein Synthesegas und dann durch die sog. Fischer-Tropsch-Synthese verflüssigt. Der Prozess kann hierbei so gesteuert werden, dass als Endprodukt sowohl Benzin und Diesel gewonnen werden kann, aber auch z.B. Kerosin. Dieser synthetische Kraftstoff kann wie bei Biomass-to-Liquid genau den Anforderungen des Motors angepasst werden.

Weltweit bestehen derzeit einige Pilotanlagen, welche CtL-Treibstoffe in sehr geringen Mengen herstellen. In Südafrika produziert die Firma Sasol seit 1955 CtL-Produkte. Aufgrund des Wirtschaftsboykotts durch das Apartheid-System war man dort gezwungen im eigenen Land Treibstoffe zu produzieren. Unter den bis zum Jahre 2006 hergestellten 1,5 Mrd. Barrel sind neben Treibstoff für den heimischen Markt hauptsächlich andere chemische Produkte.

Für eine Markteinführung sind aber noch weitere Forschungsaktivitäten nötig. Sowohl im Hinblick auf die Reduzierung der Kosten, wie auch im Hinblick auf die Tatsache, dass die Treibhausgasemissionen über die gesamte Prozesskette hinweg höher sind als die von Benzin/Diesel. Hierbei setzen die Hersteller große Hoffnungen auf die carbon-capture and storage-Technik (ccs).

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