Biomass-to-Liquid (BtL)

Analog zu den Gas-to-Liquid (GtL)- und Coal-to-Liquid (CtL)-Technologien kann diese Art der Treibstofferzeugung auch auf Basis von Biomasse erfolgen. Hierbei kann grundsätzlich jede Art von Biomasse verwendet werden.

Die Verbrennung der Biomasse ist hierbei weitgehend klimaneutral, im Gegensatz zu anderen synthetischen Treibstoffen (Gtl, Ctl). Bei BtL kann im Laufe der Konversionsrouten die jeweils nötige Kraftstoffanforderung eingestellt werden, so dass es den zukünftigen Anforderungen der Motoren angepasst werden kann.

Für die Produktion von BtL-Treibstoffen sind drei Prozessstufen von Nöten:

  1. Thermo-chemische Vergasung der Biomasse: Mit Hilfe von Vergasungsmittel (Sauerstoff u/o Wasserstoff) und Wärme wird Biomasse zu einem Produktgas umgewandelt, dessen wesentliche Bestandteile Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff sind. Diese Umwandlung ist derzeit noch im Stadium der Entwicklung
  2. Reinigung und Konditionierung des gewonnen Gases
  3. Synthese zu flüssigen Kraftstoff.

 Btl könnte in jedem Mischungsverhältnis ohne technische Veränderungen in jeglicher Art von Motor (Diesel und Benzin) genutzt werden. Mitte April 2008 ging im sächsischen Freiberg die weltweit erste Fabrik für BtL-Kraftstoff der Firma Choren in Betrieb. Erst nach 2010 dürfte Btl jedoch in nennenswertem Umfang auf dem Markt sein.

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